„Schnelle“ Weichen

Wenn Güterzüge mit 80 oder 100 km/h statt 60 oder 30 km/h über eine Weiche auf ein Nachbar- oder Überholgleis fahren oder auf eine andere Strecke abzweigen, spart das Energie, macht die Strecke schneller für nachfolgende Züge frei und erhöht die Kapazität.

Bahnreform

1994 in Kraft getretene gesetzliche und organisatorische Neuordnung der bundeseigenen Eisenbahnen in Deutschland. Bestandteile der Bahnreform waren u. a. die Gründung der Deutschen Bahn AG als privatrechtlich organisierte Eisenbahngesellschaft des Bundes und die Eröffnung einer Nutzungsmöglichkeit der Schienenwege für private Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Bedarfsplan Schiene

Der Bedarfsplan Schiene ist ein Instrument der deutschen Bundesregierung zur langfristigen Planung von Schieneninfrastrukturprojekten. Er dient als Grundlage für die Auswahl und Priorisierung von Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung des Schienennetzes in Deutschland.

Blockabstand

System zur Sicherung von Zugfahrten auf der freien Strecke. Es sorgt durch logisches Blockieren einzelner Streckenabschnitte für den Folgezug dafür, dass auf einem Streckengleis mehrere Züge in einem fixen Abstand zum vorausfahrenden Zug fahren.

DB E.C.O.

Die DB Engineering & Consulting ist das internationale Ingenieur- und Beratungsunternehmen der Deutschen Bahn und bietet Beratung, Planung und Realisierung für Infrastruktur- und Mobilitätsprojekte in Deutschland und weltweit an.

Deutschlandtakt

Konzept nach dem Vorbild der Schweiz für einen deutschlandweit abgestimmten integralen Taktfahrplan, der die Grundlage für künftige Planungen von Infrastrukturmaßnahmen bildet. Im Gegensatz zur bisherigen Praxis, den Fahrplan anhand der existierenden Infrastruktur zu planen, definiert der Deutschlandtakt zuerst einen Zielfahrplan und leitet daraus anschließend die notwendigen Anpassungen des Schienennetzes ab, damit dieser Zielfahrplan umgesetzt werden […]

Digitale Schiene Deutschland

Das Programm „Digitale Schiene Deutschland“ ist eine Initiative von Bund, Bahnindustrie und DB zur Erreichung verkehrs- und klimapolitischer Ziele sowie zur Stärkung des Standorts Deutschland. So soll das gesamte deutsche Streckennetz bis 2035 mit neuer Leit- und Sicherungstechnik (ETCS) und Digitalen Stellwerken ausgestattet werden.

Digitales Stellwerk

Elektronisches Stellwerk, bei dem die Stellbefehle per Informationstechnik, z. B. über ein Datennetz, statt über konventionelle Kabel an die Weichen und, falls vorhanden, an Signale übermittelt werden.

DSTW

Digitales Stellwerk: elektronisches Stellwerk, bei dem die Stellbefehle per Informationstechnik, z. B. über ein Datennetz, statt über konventionelle Kabel an die Weichen und, falls vorhanden, an Signale übermittelt werden.

Elektrifizierung

Nicht elektrifizierte Strecken, vor allem kurze „Elektrifizierungslücken“ sind ein enormes Hindernis für einen wettbewerbsfähigen Schienengüterverkehr.

Elektronisches Stellwerk

Stellwerke dienen der Stellung von Fahrwegelementen wie Weichen und Gleissperren. Ein Stellwerk kann mechanisch, elektronisch oder digital sein. In Zukunft möchte die DB Netz ihre Stellwerke auf einen elektronischen oder digitalen Standard umrüsten, das spart Personal und Zeit.

Entflechtungsbeirat

Der aus vier Bahnverbänden bestehende Entflechtungsbeirat wurde ins Leben gerufen, um die personellen Wechsel bei leitenden Funktionen innerhalb des DB Konzern zu überwachen und Bedenken an die Bundesnetzagentur zu melden. So können marktschädigende Interessenkonflikte und die Mitnahme von problematischen Insiderinformationen verhindert werden.

ESTW

Elektronisches Stellwerk: Stellwerke dienen der Stellung von Fahrwegelementen wie Weichen und Gleissperren. Ein Stellwerk kann mechanisch, elektronisch oder digital sein. In Zukunft möchte die DB Netz ihre Stellwerke auf einen elektronischen oder digitalen Standard umrüsten, das spart Personal und Zeit.

Fahrdienstleiter:in

Mitarbeiter:innen von Eisenbahninfrastrukturunternehmen, denen auf den ihnen zugeordneten Betriebsstellen eigenverantwortlich die Zulassung der Zugfahrten obliegt. Keine Zugfahrt darf ohne Mitwirkung von Fahrdienstleiter:innen durchgeführt werden

Genehmigungsverfahren

Ein Genehmigungsverfahren ist ein rechtlicher Prozess, bei dem eine behördliche Genehmigung oder Erlaubnis für eine bestimmte Aktivität, ein Vorhaben oder eine Handlung eingeholt werden muss. Es ist ein Verfahren, das sicherstellen soll, dass bestimmte Anforderungen, Standards, Vorschriften oder Richtlinien eingehalten werden, bevor eine Aktivität durchgeführt werden kann.

Gewinnabführungsverträge

Gewinnabführungsverträge sind langfristige Vereinbarungen zwischen einer Muttergesellschaft und ihrer Tochtergesellschaft(en), die dazu dienen, den Gewinn der Tochtergesellschaft(en) an die Muttergesellschaft abzuführen.

Gleiswechselbetrieb

Auf zweigleisigen Strecken wird in Deutschland in der Regel auf dem rechten Gleis gefahren. Zusätzliche (schnelle) Weichen und Signale ermöglichen im Störungsfall und im Normalbetrieb die Nutzung des Gegengleises, so dass schnellere Züge überholen können.

Hochbelastetes Netz

Derzeit gelten rund 3.500 Kilometer im Bahnnetz als hoch belastet. Dies entspricht zwar nur 10 Prozent des Gesamtnetzes, jedoch verkehren auf diesen Strecken rund 25 Prozent der Zugfahrten. Dieser Teil des Netzes ist – bereits ohne Baugeschehen – zu durchschnittlich 125 Prozent ausgelastet.

Infrastrukturfonds nach Schweizer Vorbild

Während die Finanzierung der deutschen Schieneninfrastruktur jährlich neu im Haushalt verhandelt wird, kann ein überjähriger Fonds Sicherheit geben, dass Gelder auch über ein Haushaltsjahr hinaus zur Verfügung stehen und Bauvorhaben finanziell abgesichert sind. In der Schweiz ist dieses Prinzip ein Baustein der soliden Infrastrukturfinanzierung.

Infrastrukturzustands- und Entwicklungsbericht

Die DB AG ist dazu verpflichtet, dem Bund bzw. dem Eisenbahnbundesamt (EBA) einen jährlichen Bericht zum Zustand der Eisenbahninfrastruktur vorzulegen. Darin muss die DB nachweisen, dass sie im vorangegangenen Jahr Maßnahmen zur Verbesserung der Schieneninfrastruktur unternommen hat. Es müssen gewisse Qualitätsziele und Kennzahlen erreicht werden.

IZB

Infrastrukturzustands- und entwicklungsbericht: Die DB AG ist dazu verpflichtet, dem Bund bzw. dem Eisenbahnbundesamt (EBA) einen jährlichen Bericht zum Zustand der Eisenbahninfrastruktur vorzulegen. Darin muss die DB nachweisen, dass sie im vorangegangenen Jahr Maßnahmen zur Verbesserung der Schieneninfrastruktur unternommen hat. Es müssen gewisse Qualitätsziele und Kennzahlen erreicht werden.

Klimaschutzprogramm 2030

Das Klimaschutzprogramm 2030 ist ein Maßnahmenpaket der deutschen Bundesregierung zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und zur Erreichung der nationalen Klimaziele bis zum Jahr 2030. Das Programm wurde im Oktober 2019 verabschiedet und beinhaltet konkrete Maßnahmen in verschiedenen Sektoren, um den Klimawandel einzudämmen.

Kosten-Nutzen-Verhältnis

Verkehrswegeprojekte werden ab einem bestimmten Kostenumfang einer Kosten-Nutzen-Analyse unterzogen. Dabei werden die Realisierungskosten des Projekts dem potenziellen volkwirtschaftlichen Nutzen entgegengestellt. Wird ein Ergebnis höher als 1,0 erzielt, ist der Nutzen nachgewiesen. Die Kriterien der Berechnung werden allerdings von verschiedenen Seiten kritisiert.

Kreuzungsgleise

Auf einer eingleisigen mittelstark befahrenen Strecke erhöhen einzelne zusätzliche Gleise mit einer Zuglänge an der richtigen Stelle, dass Betrieb in zwei Richtungen mit geringen Wartezeiten möglich wird.

Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung

Die Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung ist ein Vertrag über den Finanzfluss zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Bahn hinsichtlich der Instandhaltung und des notwendigen Ersatzes der Infrastruktur der Eisenbahninfrastrukturunternehmen der Deutschen Bahn.

Leistungsphasen

Die Leistungsphasen nach HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) geben die einzelnen Planungsabschnitte bei der Planung und Realisierung von Bauvorhaben an. Diese unterteilen sich in neun Leistungsphasen. Die Leistungsphasen reichen von der Grundlagenermittlung (Lph 1) bis zur Fertigstellung des Bauwerks (Lph 9). Durch die Lph ist es möglich, den Baufortschritt in Prozent anzugeben.

Leit- und Sicherungstechnik

Darunter werden technische Maßnahmen zusammengefasst, die einen sicheren, meist signalgeführten Eisenbahnbetrieb gewährleisten sollen. Dazu zählen Stellwerke, Stromversorgungsanlagen, Lichtsignale, Kabelanlagen und vieles weitere.

LST

Leit- und Sicherungstechnik: Darunter werden technische Maßnahmen zusammengefasst, die einen sicheren, meist signalgeführten Eisenbahnbetrieb gewährleisten sollen. Dazu zählen Stellwerke, Stromversorgungsanlagen, Lichtsignale, Kabelanlagen und vieles weitere.

LuFV

Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung: ist ein Vertrag über den Finanzfluss zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Bahn hinsichtlich der Instandhaltung und des notwendigen Ersatzes der Infrastruktur der Eisenbahninfrastrukturunternehmen der Deutschen Bahn.

PEK

Ein PEK (Plan zur Erhöhung der Schienenwegkapazität) überprüft die Auswirkungen einer Maßnahme. Wird in der Folge eine signifikante Erhöhung der Schienenwegkapazität nachgewiesen, gilt eine Maßnahme als finanzierungswürdig. PEKs müssen je nach Alter bei Bedarf vollumfänglich oder zumindest partiell aktualisiert werden.

potenzieller Bedarf

Projekte des potenziellen Bedarfs haben mutmaßlich ein positives Nutzen-Kosten-Verhältnis, allerdings wurden diese noch keiner volkswirtschaftlichen Überprüfung unterzogen und sind somit noch nicht finanzierungswürdig. Durch eine Überprüfung können Projekte in den vordringlichen Bedarf aufsteigen.

Prio 1

Bei Störmeldungen der Priorität 1 und 2 ist eine sofortige Entstörung notwendig. Störungen der Prioritäten 3 bis 4 können zeitlich versetzt bearbeitet werden.

Prio 2

Bei Störmeldungen der Priorität 1 und 2 ist eine sofortige Entstörung notwendig. Störungen der Prioritäten 3 bis 4 können zeitlich versetzt bearbeitet werden.

Prio 4

Bei Störmeldungen der Priorität 1 und 2 ist eine sofortige Entstörung notwendig. Störungen der Prioritäten 3 bis 4 können zeitlich versetzt bearbeitet werden.

Puffergleise

Einzelne zusätzliche Gleise, auf denen Züge, Wagen oder Loks abgestellt werden können, schaffen Platz auf den Hauptgleisen. Das vermeidet Staus und Verspätungen und ermöglicht manche Zugangebote erst.

TEN-V

Trans-European Networks (dt.: Transeuropäische Verkehrsnetzwerke – Verkehr); Ziel der EU, ein effektives europäisches multimodales Verkehrsnetz aufzubauen, das gekennzeichnet ist durch neun Korridore, die die wichtigsten Knoten und Städte Europas vor allem per Zug verbinden.

Trassenpreise

Ähnlich wie bei einer Maut müssen die Betreiber von Zügen auf der Schiene Entgelte für die Benutzung von Trassen an den Eigentümer dieser Trassen (Eisenbahninfrastrukturunternehmen) zahlen. Der DB Netz als größten Infrastrukturbetreiber in Deutschland zahlen dabei sowohl DB-Unternehmen als auch private Eisenbahnverkehrsunternehmen Trassenentgelte.

UAG Etappierung

Unterarbeitsgruppe, die aus dem der „Arbeitsgruppe 1 Deutschlandtakt“ des Zukunftsbündnisses Schiene entstand; Teilnehmer:innen waren ausgewählte Vertreter:innen der Branche inkl. DB Netz AG und Bundesverkehrsministerium

verladende Wirtschaft

Teilnehmer in der Transportkette, der Güter erstmals auf ein Transportmittel verlädt oder verladen lässt. Als verladende Wirtschaft wird die Gesamtheit jener Unternehmen bezeichnet, welche die Beförderung von Gütern durch Dritte in Auftrag gibt

Verlader

Teilnehmer in der Transportkette, der Güter erstmals auf ein Transportmittel verlädt oder verladen lässt. Als verladende Wirtschaft wird die Gesamtheit jener Unternehmen bezeichnet, welche die Beförderung von Gütern durch Dritte in Auftrag gibt

Weichenheizung

Weichenheizungen dienen dazu, bei kalter Witterung die Funktionsfähigkeit von Eisenbahnweichen sicherzustellen. Vor allem soll das Festfrieren verhindert und die beweglichen Teile eis- und schneefrei gehalten werden. Von den rund 70.000 Weichen im Netz der DB sind etwa 49.700 beheizt.

Weichenzunge

Eine Weichenzunge ist ein verstellbares Schienenendstück einer Weiche, über die das Umstellen der Fahrtrichtung erfolgt. Weichenzungen liegen zwischen der rechten und der linken Backenschiene vor dem Herzstück. Sie führen Schienenfahrzeuge je nach Lage in eine bestimmte Richtung.

Wendegleise

Züge, die am Zielort „wenden“ und nach einer Pause ihre Fahrt in die Gegenrichtung antreten, sollten dies auf einem zusätzlichen kurzen Gleis tun, auf dem sie durchfahrende Züge nicht behindern.

Zusätzliche oder ergänzte Bahnsteigkanten

Züge des Personennahverkehrs können damit vom Hauptgleis auf ein eigenes Gleis mit Bahnsteig geleitet werden, um Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen, während Züge des Güter- oder Personenfernverkehrs ohne Halt auf dem Hauptgleis vorbeifahren können.

Zusätzliche Signale

Zusätzliche Signale verkürzen die Abschnitte („Blocks“), in denen sich jeweils nur ein Zug befinden darf oder sorgen als zusätzliche Ausfahrsignale in Bahnhöfen für eine Kapazitätssteigerung durch zusätzliche Fahrmöglichkeiten.

Zusätzliche Verbindungskurven

Kurze Verbindungen zwischen zwei Strecken können „Kopf machen“ vermeiden, also die Notwendigkeit, für einen Richtungswechsel den Zug anzuhalten und die Lok an die andere Seite des Zuges zu setzen, bevor es weiter in Richtung des Ziels geht.