PRISMA-Inbetriebnahme auf Februar/März 2025 verschoben

In ihrer heutigen Kund:inneninformation übernimmt die DB InfraGO AG offenbar die „Strategie“ der DB Netz AG und verschiebt erneut die Einführung der PRISMA-Systeme von September 2024 auf Februar oder März 2025 (vgl. Abb. TAF/TSI 13).

Abb. TAF/TSI 13: Auszug aus Kund:inneninformation der DB InfraGO AG vom 28. März 2024

Gerade in Zeiten knapper Kapazitäten ist es nur schwer verständlich, warum die DB InfraGO dieses Projekt nicht mit Höchstgeschwindigkeit vorantreibt. Denn die verpflichtende Einführung zum Versand der TCM/PTCM (TAF/TAP TSI Phase 1) würde automatisch zur Erhöhung der Kapazitäten führen – ohne in die Schieneninfrastruktur investieren zu müssen. Schließlich würden die Güterbahnen Regelzüge mit der maximalen sinnvollen Last und Länge anmelden, worauf letztlich die Fahrpläne basieren. Heute sind die Züge oft kürzer oder leichter. Wenn die DB InfraGO diese Information in Echtzeit hätte, könnten die Züge besser disponiert und die Kapazitäten besser genutzt werden.

Durch die Verschiebung von TAF/TAP TSI Phase 2 wird auch der internationale Zugverkehr gehemmt. Grenzüberschreitend fahrende Züge würden endlich identische Identifier erhalten, auch wenn die nationalen Zugnummern abweichen. Dadurch würde die Zugverfolgung für alle Akteure in der Transportkette erheblich vereinfacht.

Branchenkenner berichten außerdem, dass die DB InfraGO seit einigen Monaten den Anschluss weiterer EVU an TAF/TAP TSI verweigere. Dadurch erhielten diese EVU keine Meldungen über Zugposition, Verspätungen und Zuglaufprognosen. Die einzigen Alternativen seien die DB-eigenen Anwendungen LeiDis und LiveMaps sowie die kostenpflichtige Altschnittstelle „Externer Verteiler“. Die DB argumentiere, dass im aktuellen Pilotbetrieb nicht alle EVU Anspruch auf eine Anbindung hätten. Nun können frühestens ab 02/2025 weitere EVU angeschlossen werden. Durch diese Verschiebung werden also vermultich etliche EVU schlechter gestellt – es mehren sich Vorwürfe nach Diskriminierung.


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